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23. September 2020

Auf die Schokolade kommt es an

MEPLAN erarbeitete im Auftrag der Messe München ein neues hybrides Messekonzept für die EXPO REAL. Dazu haben wir mit unserem Team Lead MEPLAN DESIGN, Harald Hüser, über die Chancen und Herausforderungen hybrider Messekonzepte und was diese mit einem Hanuta gemeinsam haben, gesprochen. Schlagwort „Hybrid Summit“ – Was genau ist denn ein hybrides Messekonzept? Ein hybrides […]

MEPLAN erarbeitete im Auftrag der Messe München ein neues hybrides Messekonzept für die EXPO REAL. Dazu haben wir mit unserem Team Lead MEPLAN DESIGN, Harald Hüser, über die Chancen und Herausforderungen hybrider Messekonzepte und was diese mit einem Hanuta gemeinsam haben, gesprochen.

Interview Hybride Messekonzepte harald Hüser MEPLAN

Schlagwort „Hybrid Summit“ – Was genau ist denn ein hybrides Messekonzept?

Ein hybrides Messekonzept ist kurzgesagt eine physische Messe mit einer digitalen Verlängerung. Oder wie ich immer sage: Eine hybrides Messekonzept ist wie ein Hanuta. Oben Keks, unten Keks und die Schokolade in der Mitte verbindet alles zu einem Präsenzerlebnis. Wobei die Kekse in unserem Fall die Präsenzebene Event und Präsenzebene Online darstellen. Die Schokolade versinnbildlicht die Interaktionen, die zwischen beiden Präsenzräumen eine Experience aufbauen. Und genau diese Interaktionen sind so wichtig, da durch sie erst der wirkliche Mehrwert für den Besucher generiert wird.

Wie seid ihr bei der Erarbeitung des neuen hybriden Messebaukonzeptes vorgegangen?

Das war im wahrsten Sinn des Wortes ein Design Sprint. Mit Masken und Sicherheitsabstand haben wir uns zu einer Zwei-Tages-Session zurückgezogen. Am Whiteboard haben wir erste Annahmen und Anforderungen skizziert und dann unsere Ideen zum Leben erweckt – define / dream / decide / do. Die Designlösung hat sich inkrementell zu einem stimmigen Gesamtkonzept entwickelt und wurde im „Testing“ mit dem EXPO REAL Team glücklich verabschiedet.

Was waren die größten Herausforderungen, die es bei der Erarbeitung des Konzeptes zu meistern gab?

Eine der größten Herausforderung ist die Unklarheit bei der Definition der Begrifflichkeiten. Viele digitale Themen sind noch so neu, dass jeder sie in einem anderen Kontext verortet. Dazu kommen natürlich die Hygiene- und Sicherheitskonzepte, die besondere Anforderungen an Live-Interaktionsräume stellen. Da gibt es kein Template das als Vorlage dient. Alles musste vollkommen neu erarbeitet werden.

Welche Chancen siehst du in dem neuen hybriden MEPLAN-Konzept?

Nahezu unbegrenzte Möglichkeiten bietet die unfassbare Skalierungsoption der „on_Site“ Teilnehmer und „on_Line“ Teilnehmer national und international. Der neue Präsenzraum einer Messeveranstaltung hat das Potential sich mit seinen digitalen Verlängerungen in andere Orte zu verknüpfen. Damit bieten die digitalen Ergänzungen der physischen Messe eine enorme Reichweitenmaximierung und Erweiterungen der Interaktionsmöglichkeiten. Das macht hybride Messeveranstaltungen für die Inhaber der Plattformen – zukünftig – unglaublich attraktiv.

Und was gefällt Dir persönlich am hybriden Konzept am besten?

Die Freiheit zu entscheiden, von welchem Ort ich welche Inhalte aufnehmen kann. Das ist ein absoluter Freiheitsgewinn für die Teilnehmer einer Messeveranstaltung und bietet vielen neuen Usern – Absolventen, Studierenden oder Berufsanfängern – eine bereichernde Partizipation ohne große Investitionen an.

Glaubst du, dass in Zukunft alle Messe hybrid sein werden?

Ja, ich denke es wird zukünftig immer ein Präsenzformat „on_Site“ und „on_Line“ geben. Digitale Verknüpfungen gab es vorher schon. Dadurch, dass die Käufer und Verkäufer das Ganze jetzt pauschal als Package kaufen können und sich durch die Informationstechnologie das Leadmanagement und die Lösungsfindung erleichtert, ist das Ganze natürlich sehr attraktiv geworden.

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